Montag, 1. Dezember 2025

Podcast Shifting Borders beendet erfolgreich erste Staffel

Mit der ersten Staffel des zweisprachigen Podcast „Shifting Borders“ schließen „Geschichte und Region/Storia e regione“ und das Center for Autonomy Experience von EURAC Research ein erfolgreiches Kapitel ab: ein neues Format, um die Grenzen der Geschichte zu erkunden. Der Blick in die Vergangenheit eröffnet nämlich neue Perspektiven auf die Gegenwart.

Der Podcast „Shifting Borders“ ist online auf den wichtigsten Plattformen verfügbar.

Im Mittelpunkt der fünf Folgen steht ein Gedankenexperiment: Wenn Historikerinnen und Historiker mit einer Zeitmaschine reisen könnten, welche Zeit und welchen Ort würden sie besuchen wollen? Lorenzo Vianini geht dieser Frage nach und spricht mit Expertinnen und Experten über die vielfältigen Dimensionen von Grenzen in der Geschichte. Ihn begleiten die Stimmen von Adina Guarnieri, Giada Noto und Franziska Cont.

In der ersten Folge beleuchten Giuseppe Albertoni und Hans Heiss die Ursprünge der Bozner Zeitschrift „Geschichte und Region/Storia e regione“ und deren Versuch entstand, die Regionalgeschichte neu zu denken – jenseits der traditionellen politisch-administrativen wie sprachlicher Grenzen und konventioneller Denkmuster hin zu einer Öffnung der Südtiroler Geschichtsschreibung.

Anschließend reflektieren Siglinde Clementi und Lisa Settari über Geschlechtergrenzen und deren Wandel im Laufe der Zeit. Sie zeigen auf, dass die Frauen- und Geschlechtergeschichte wie die Queer-Geschichte keineswegs eine simple Unterdisziplin der Geschichtsforschung darstellt, sondern ein Schlüssel zur Neuinterpretation der Vergangenheit im Allgemeinen bietet.

Die dritte Folge befasst sich mit den Versuchen des Menschen, die Grenze zur unbezwingbaren Natur zu verschieben, um sich die Ressourcen nutzbar zu machen. Sebastian De Pretto und Alice Riegler beleuchten die Beziehung zwischen Mensch und Natur und zeichnen nach, welche Veränderungen die Modernisierung in den Alpen hervorgerufen hat – die nicht immer positive Auswirkungen für die lokale Bevölkerung hatten.

Die vierte Folge von Shifting borders untersucht die demografische Entwicklung in einem alpinen Grenz- und Übergangsgebiet. Rodolfo Taiani und Michael Wedekind werfen einen Blick auf die Bevölkerungsgeschichte des Trentino-Südtirol und zeigen, wie diese im 20. Jahrhundert nicht nur Gegenstand demografischer und statistischer Untersuchungen, sondern ebenso von tiefgreifenden politischen Interventionen war.

In der letzten Folge schließlich durchbricht der Podcast die zeitlichen Grenzen und schlägt eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit: Adina Guarnieri und Josef Prackwieser diskutieren über die unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Südtirol und darüber, wie schwierig es nach wie vor ist, sich an eine unangenehme Vergangenheit zu erinnern.

„In dieser ersten Staffel haben wir aktuelle Themen aus historischer Perspektive aufgegriffen und gezeigt, wie sehr die Vergangenheit die Gegenwart prägt. Grenzen, die sich im Laufe der Zeit und des Raums verschoben haben, erwiesen sich dabei als interessanter Anknüpfungspunkt, um neue Perspektiven auf unseren Alltag zu eröffnen“, erklärt Lorenzo Vianini, Leiter des Podcasts.

Der Podcast „Shifting Borders“ ist online auf den wichtigsten Plattformen verfügbar. Außerdem wird er montags um 21:05 auf Radio Tandem ausgestrahlt.

stol

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