Die drahtige Seniorin mit der markanten Sehbrille sitzt am schönen Biedermeier-Tisch in ihrem Bozner Wohnzimmer. Vor ihr liegen ein Stapel Schwarzweißbilder und ein schmales Album mit dunklem Einband. Zu jedem Foto, zu jeder Seite und jedem Autogramm weiß sie eine Geschichte zu erzählen. „Das ist meine Freundin Anna Pellissier aus dem Aostatal, die in Cortina Slalom, Riesentorlauf und Abfahrt bestritt.“
Der Herr auf dem nächsten Bild ist Alcide Fossati vom Bekleidungshersteller Colmar. „Und das sind die Skier, die mir mein Onkel schenkte. Damals mussten Sportler selbst für ihre Ausrüstung aufkommen.“
Der Slalom in Cortina sollte das vorletzte Rennen in ihrer bis dahin brillianten Karriere sein. Zum allerletzten Mal stand Kristin Ebner Pichler kurz darauf in Sestrière im Piemont am Start. Dann hängte sie mit (nur) 17 Jahren ihre Skier an den Nagel, machte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und gründete mit dem Bozner Unternehmer Luis Pichler eine Familie.
Das Porträt von Kristin Ebner Pichler lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Südtiroler Frau“.
Weitere Themen im Heft: ein Interview mit Parlamentarierin Renate Gebhard über die politische Lage in Rom; Landtagsabgeordnete Madelaine Rohrer (Die Grünen) beantwortet den Fragebogen der „Südtiroler Frau“; die Biografie von Maria Peychär Ducia, die Pionierin der Frauenrechte in Tirol; Hildegard Kreiter verrät in ihrer Rubrik „Grün & Kraft“ die vielen Vorzüge der Brennnessel.

