Tracy Merano, bürgerlich Theresa Gutweniger, lebt derzeit in Hafling „im Wald“, wie sie sagt. Ein Ort, der zu ihr passt: geerdet, naturverbunden. Genau diese Qualitäten finden sich in ihrer Musik wieder, verbunden mit einer Leichtigkeit, die hängen bleibt. Vielleicht ist es dieser Zwischenraum – zwischen Introspektion und Pop-Instinkt –, der sie unverwechselbar macht.
Von Theresa zu Tracy
Musikalisch hat sie in den vergangenen neun Jahren vieles ausprobiert, im Kern sei sie aber immer sie selbst geblieben. „Heute weiß ich nur besser, was ich will und was nicht.“ Diese Klarheit resultiert auch aus der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Produzenten, darunter internationale Namen wie Carmen Grillo (Tower of Power), Will Champlin (The Voice USA) oder Sky Adams (Kylie Minogue, Doja Cat).Erste große Aufmerksamkeit erhielt sie 2016 noch als Theresa Gutweniger mit der Ballade „Every Morning“ an der Seite von Mainfelt-Frontmann Patrick Strobl. Kurz darauf erfand sie sich als Tracy Merano neu – und gewann rasch eine treue Fangemeinde.
Wenn die Hoffnung stirbt
In den vergangenen Monaten stand Merano wieder intensiv im Studio. Ein Teil der neuen Musik entstand in Bozen mit Produzent Fabian „Fabsque“ Pichler, einer der derzeit gefragtesten im Land, ein weiterer in Berlin. Statt eines großen Konzeptalbums plant sie eine Reihe von Singles – ein musikalisches Tagebuch, Kapitel für Kapitel.Den Auftakt macht „I hoped“, ein ruhiger Popsong über das Gefühl, für jemanden unsichtbar zu bleiben. „Man hofft, dass er hinter die Fassade blickt, erkennt, wie man wirklich ist – aber es gelingt ihm nicht oder er will es nicht“, sagt Tracy. Aus dieser Enttäuschung entsteht ein atmosphärisches Lied, verträumt und leicht vernebelt wie ein Dezembermorgen.
Musikalisch ist „I hoped“ moderner Pop: melodisch präzise, eingängig ab der ersten Sekunde, emotional ohne Pathos – ein Song, der sofort im Ohr bleibt.

