Mittwoch, 11. März 2026

40 Tote bei Drohnenangriff auf Lkw im Zentrum des Sudan

Im Sudan sind bei einem Drohnenangriff auf einen Lkw am Dienstag 40 Menschen getötet worden. Die vorwiegend aus Frauen bestehende Gruppe war in der zentralsudanesischen Region Kordofan unterwegs zu einer Beerdigung, als der Lastwagen zwischen Abu Subayd und Al-Foula von einer Drohne getroffen wurde, hieß es am Mittwoch aus medizinischen Kreisen. Die Region Kordofan ist das Epizentrum der Kämpfe zwischen der Armee und der RSF-Miliz.

Vertriebenencamp im Sudan. - Foto: © APA/AFP (Themenbild) / STR

Von einem Zeugen vor Ort erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass die meisten Passagiere derselben Familie angehörten.

Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen.

Am Sonntag waren bei Drohnenangriffen auf Märkte in den Ortschaften Wad Banda und Abu Sabad in der Provinz West-Kordofan mindestens 33 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden nach Angaben eines Arztes verletzt.

Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bisher erfolglos.

apa

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