Donnerstag, 2. April 2026

ABSTIMMUNG: Was hat Donald Trump vor?

Ein schneller Sieg im Iran-Krieg – oder knallharte Machtpolitik nach dem Motto „America First“? Während Trump ein baldiges Ende verspricht, droht er zugleich mit massiver Eskalation, stellt die NATO infrage und denkt vor allem an Vorteile für die USA. Geht es um Sicherheit – oder nimmt er bewusst Chaos in der Welt in Kauf, um amerikanische Interessen durchzusetzen?

Donald Trump – was hat er vor? - Foto: © APA/AFP / BRENDAN SMIALOWSKI

US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an die Nation ein baldiges Ende des Kriegs gegen den Iran in Aussicht gestellt. Die USA seien auf dem Weg, ihre militärischen Ziele „sehr bald“ zu erreichen.

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Gleichzeitig kündigte er weitere massive Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen an und drohte, den Iran „in die Steinzeit zurückzuversetzen“. Parallel dazu liefen Gespräche mit Teheran weiter. Sollte es keine Einigung geben, stellte Trump gezielte Angriffe auf iranische Kraftwerke in Aussicht.

Auffällig war, dass Trump die NATO in seiner Ansprache nicht erwähnte

Trump begründete den Krieg erneut mit Sicherheitsinteressen der USA und lobte die bisherigen militärischen Erfolge, ohne jedoch viele neue Details zu nennen. Zugleich nutzte er die Rede, um wirtschaftliche Botschaften zu senden: Länder, die unter den aktuellen Öl-Engpässen leiden, forderte er auf, verstärkt Energie aus den USA zu kaufen.

Auffällig war, dass Trump die NATO in seiner Ansprache nicht erwähnte. Zuvor hatte er die Bündnispartner wiederholt scharf kritisiert, da sie sich seiner Meinung nach nicht ausreichend an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen. Er bezeichnete einige NATO-Staaten als „Feiglinge“ und brachte sogar einen möglichen Austritt der USA ins Spiel. In der Rede selbst ließ er diese Kritik jedoch außen vor.

Er versuchte, die amerikanische Bevölkerung zu beruhigen

In Bezug auf die strategisch wichtige Straße von Hormus schlug Trump etwas mildere Töne an. Während er zuvor betont hatte, die USA seien für deren Sicherung nicht verantwortlich, erklärte er nun, dass die Vereinigten Staaten durchaus Unterstützung leisten würden – auch wenn er die Hauptverantwortung weiterhin bei den betroffenen Ländern sieht.

Insgesamt zeichnete Trump das Bild eines begrenzten Einsatzes mit baldigem Ende. Gleichzeitig versuchte er, die amerikanische Bevölkerung zu beruhigen, die die Folgen des Konflikts vor allem durch steigende Benzinpreise spürt. Diese seien eine notwendige Folge des Krieges, würden aber nach dessen Ende wieder sinken. Dennoch setzen die hohen Energiepreise die Regierung innenpolitisch unter Druck, insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Kongresswahlen.

dpa/stol

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