Teilweise sei die Unternehmenskultur zu wenig familienorientiert. „Arbeitgeber, die eine gute Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben bieten, sind im Wettbewerb um Fachkräfte aber deutlich im Vorteil“, erinnert Amhof.
Der öffentliche Dienst biete gute Rahmenbedingungen, doch auch in der Landesverwaltung greifen nur wenige Mitarbeiter darauf zurück. Knapp 60 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit, während dies nur auf 17,5 Prozent der Männer zutrifft. Im Gegensatz dazu werden 78 Prozent der bezahlten Überstunden von Männern geleistet, obwohl Frauen die Mehrheit der Arbeitskräfte stellen.
„Das zeigt uns, dass das Thema ein gesamtgesellschaftliches ist: Es geht um traditionelle Rollenbilder, die nach wie vor tief verankert sind und mit denen sich auch Väter konfrontiert sehen, die sich mehr in die Familienarbeit einbringen möchten“, betont die Landesrätin. Um dies zu überwinden, brauche es positive Vorbilder. Speziell der Vatertag sei ein wichtiger Anlass, um solche hervorzuheben.

