Alle acht Stunden einen Todesfall am Arbeitsplatz
Mit den Schwerpunkten auf Prävention und Kontrollen soll das Dekret dazu beitragen, die Zahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren. Anmil, der italienische Verband der Arbeitsunfallopfer, registriert alle acht Stunden einen Todesfall am Arbeitsplatz - eine „tragisch hohe Zahl“, wie Staatspräsident Sergio Mattarella neulich bemerkt hat.So soll es gehen
Zunächst wird die Pflicht eingeführt, dass alle Unternehmen – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor – einen digitalen Baustellen-Ausweis einführen müssen, eine Mitarbeiter-ID mit eindeutiger Anti-Fälschungs-Kennnummer.Der Ausweis wird bereits seit Sommer im Großraum Rom getestet. Ziel ist es, automatisch die Anwesenheit der Mitarbeiter auf den Baustellen zu erfassen und so die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften effektiv zu kontrollieren. Die Regierung will damit ein umfassendes Bewusstsein für Sicherheit schaffen und auch Unfälle auf dem Weg zur Arbeit aktiv bekämpfen, die in Italien im Gegensatz zu anderen Ländern oft gar nicht erfasst werden, betonte Arbeitsministerin Marina Calderone.
In diesem Zusammenhang spielt Inail, das nationale Versicherungsinstitut gegen Arbeitsunfälle, eine besondere Rolle: Das Dekret überträgt der Institution die Aufgabe, Informationskampagnen und Ausbildungsprojekte zugunsten von Schulen zu fördern.

