Der Hauptgrund für dieses starke Wachstum liegt in einem großen Vergabeverfahren im Bereich des Bahnverkehrs, das vor allem den Dienstleistungssektor beeinflusste (+305,5 Prozent). Zum Anstieg beigetragen hat auch die seit 1. Jänner verpflichtende digitale Abwicklung aller Verfahren. Diese Verpflichtung gilt somit auch für Aufträge mit einem Wert unter 40.000 Euro, die von der Vergabe bis zur Ausführung vollständig digital über zertifizierte digitale Plattformen abgewickelt werden müssen.
Die Gemeinden bleiben die aktivsten Vergabestellen: Sie führten rund 44.500 Verfahren durch und machten damit fast die Hälfte aller Ausschreibungen aus (46,2 Prozent). Es folgen die Landesverwaltung mit rund 19.500 Verfahren (20,2 Prozent) sowie Einrichtungen aus Forschung und Kultur mit etwa 18.700 Verfahren (19,4 Prozent).
Von allen vergebenen Aufträgen gingen 81 Prozent an Unternehmen mit Sitz in Südtirol. Besonders hoch ist der Anteil bei Bauaufträgen mit 93,1 Prozent, gefolgt von Dienstleistungen mit 64,1 Prozent. Bei Lieferaufträgen liegt er bei 41,8 Prozent.
Die durchschnittliche Differenz zwischen ausgeschriebenem Betrag und tatsächlich vergebenem Angebot liegen bei 12,5 Prozent.

