Dienstag, 24. Juni 2025

Cyberangriff legt Online-Dienste in Südtirol lahm

Nach Auskunft des Landeshauptmanns war es offenbar ein gezielter Cyberangriff, der am Dienstagvormittag mehrere zentrale Telekommunikationssysteme in Südtirol lahmgelegt hat.

Um welche Art von Attacke auf die Informationsdienste es sich genau gehandelt hat und welche Schäden dadurch entstanden sind, ist noch nicht bekannt. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Betroffen waren vor allem Telefonsysteme oder Teile davon in der Landesverkehrsmeldezentrale, der Landesnotrufzentrale, der Zentrale der Berufsfeuerwehr sowie beim Landesfunkdienst. Auch Banken und Unternehmen beklagten Ausfälle.

Die Notrufnummern blieben jederzeit erreichbar – die Systeme wurden schnell auf ein unabhängiges Reservesystem umgestellt, sodass es für die Bevölkerung keine Einschränkungen bei Notrufen gab.

Die technischen Störungen hatten vor allem Auswirkungen auf die Übermittlung von Verkehrsmeldedaten und beeinträchtigten dadurch die Dienste im Bereich der Infomobilität.

„Zunächst waren in der Nacht auf den 24. Juni technische Probleme bemerkt worden, woraufhin die Ausfallebene für das Kommunikationssystem zum Einsatz kam“, heißt es in einer Aussendung der Landespresseagentur.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bestätigte am Dienstagmittag, dass es sich um einen gezielten Cyberangriff handelte. Die Agentur für Bevölkerungsschutz und der Südtiroler Sanitätsbetrieb arbeiten gemeinsam mit den betroffenen Einrichtungen an der vollständigen Wiederherstellung der Systeme und halten die Bevölkerung über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden.

Der Landeshauptmann bat um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Eine Meldung an Polizei und Gerichtsbarkeit sei erfolgt.

stol

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