Mittwoch, 7. Januar 2026

Demokratie auf dem Prüfstand

Welche Demokratieformen und Beteiligungsverfahren prägen die politischen Systeme in Südtirol und im Trentino? Und welche Reformen sind angesichts aktueller Herausforderungen notwendig? Diesen Leitfragen widmen sich die Politikwissenschaftler Elisabeth Alber und Günther Pallaver in ihrem neuen Buch, das den Zustand der Demokratie in beiden autonomen Provinzen umfassend analysiert.

Welche Demokratieformen und Beteiligungsverfahren prägen die politischen Systeme in Südtirol und im Trentino? Diesen und weiteren Fragen gehen die Politikwissenschaftler Günther Pallaver und Elisabeth Alber auf den Grund.

Von:
Arnold Sorg
Die Autoren zeigen, wie eng Demokratie und Beteiligung miteinander verflochten sind und definieren Partizipation als zentrales Element demokratischer Qualität.

Die Studie ordnet repräsentative, direkte sowie dialogisch-partizipative Demokratieformen in den globalen Diskurs über die Krisen liberaler Demokratien ein. Alber betont, dass demokratische Systeme ohne aktive Beteiligung an Substanz verlieren und anfällig für Machtkonzentration werden. Demokratie sei kein Selbstläufer, sondern lebe vom Engagement der Menschen – bei Wahlen ebenso wie in neuen dialogorientierten Beteiligungsformaten.



Im Bereich der repräsentativen Demokratie untersuchen die Autoren das Wahlsystem, die Wahlbeteiligung, die Arbeit von Landtag und Landesregierung, die Rolle der Gemeinden sowie die politische Repräsentation von Frauen. Die direkte Demokratie wird anhand der Referenden auf Gemeinde- und Landesebene analysiert.

Die dialogisch-partizipative Demokratie beleuchtet Innovationsprojekte auf kommunaler, provinzieller und euroregionaler Ebene. Insgesamt konstatiert Pallaver einen Verlust demokratischer Strahlkraft in Südtirol und im Trentino – ein Befund, der Reformbedarf deutlich macht.

stol

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