Dienstag, 24. Februar 2026

Der Fall Clara Marchetto schlägt hohe Wellen

Die Geschichte der Trentiner Lehrerin Clara Marchetto dürfte einzigartig in Italien sein: Ihr Antifaschismus bringt sie jahrelang ins Gefängnis – und kostet sie nach dem Zweiten Weltkrieg auch noch ihre politische Karriere. 1940 wird sie wegen angeblicher Spionage von einem faschistischen Sondergericht zu lebenslanger Haft verurteilt, 1944 dann aus dem Gefängnis befreit und 1948 schließlich in den Regionalrat von Trentino-Südtirol gewählt. Ihr politisches Amt kann sie aber nie ausüben – bereits 1949 wird sie wegen des Urteils von 1940 erneut verhaftet und musste weitere Monate im Kerker verbringen.

Die Antifaschistin und Autonomistin Clara Marchetto soll mit einer Erinnerungstafel in Trient posthum gewürdigt werden. Tageszeitung „L'Adige“

Von:
Stephan Pfeifhofer








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