Freitag, 17. April 2026

Entscheidung: Universitäre Lehre wird von Bruneck nach Bozen verlegt

In den vergangenen Tagen wurde viel über den Universitätsstandort Bruneck diskutiert, nun ist eine Entscheidung gefallen: Die universitäre Lehre wird ab 2027 nach Bozen verlegt, während der Standort im Pustertal als Forschungszentrum ausgebaut werden soll. Gleichzeitig plant das Land mit „New Hospitality“ eine neue Fachhochschule für die Hotellerie der Zukunft.

Die Landesregierung hat über den Unistandort Bruneck entscheiden.

Bereits bei der Sondersitzung der Landesregierung im Pustertal war es eines der diskutierten Themen: In der Sitzung vom heutigen Freitag hat sich die Landesregierung nun mit dem Universitätsstandort Bruneck befasst.

Bildungs- und Forschungslandesrat Philipp Achammer stellte die wichtigsten Entscheidungen dazu im Rahmen einer Pressekonferenz vor: „Der Universitätsstandort Bruneck steht per se nicht in Diskussion, vielmehr aber die Lehre: Wir haben heute beschlossen, dass die universitäre Lehre mit dem akademischen Jahr 2027/28 nach Bozen verlegt wird, die Forschung bleibt jedoch in Bruneck.“

Die Landesregierung hat sich am 17. April mit dem Forschungs- und Bildungsstandort Bruneck befasst, Landesrat Philipp Achammer informierte dazu auf einer Pressekonferenz. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri



Dies heißt, dass der Bachelor- und Masterstudiengang „Tourismus-, Sport- und Eventmanagement“ ab Herbst 2027 von Bruneck nach Bozen verlegt wird.

In den vergangenen Jahren hat die Anzahl an Studierenden am Standort Bruneck stark nachgelassen: „In Bruneck studieren derzeit 240 junge Menschen, das ist rund ein Drittel weniger als vor zehn Jahren“, führte der Landesrat aus. Die Entscheidung sei aus universitätspolitischer Sicht berechtigt, da sie eine Bündelung von Synergien und Effizienz erleichtere.

Nue Fachhochschule für den Bereich Hotellerie

Im NOI Techpark in Bruneck soll eine neue Fachhochschule für den Bereich Hotellerie aufgebaut werden: Die Fachhochschule „New Hospitality“ ist die erste ihrer Art in Südtirol (und in Italien), bei der sich eine parauniversitäre Ausbildung mit den Herausforderungen der Hotellerie der Zukunft befassen wird.

Dafür arbeitet die Freie Universität Bozen mit dem MCI Innsbruck zusammen, koordiniert wird das Angebot von der Landeshotelfachschule Bruneck. Geplant ist, dass bereits im Herbst 2027 mit der Unterrichtstätigkeit begonnen wird.

Bruneck setzt auf Forschung

Doch auch die Universität selbst bleibt in Bruneck aktiv, nämlich als Forschungseinrichtung im NOI Techpark. Geplant ist hierfür eine Erweiterung um ein Labor im Bereich der Industriellen Computertomografie mitsamt einem Forschungsteam, welches das bereits in Bruneck arbeitende Team rund um die Thematik Sustainable Manufacturing ergänzen wird. Landesrat Achammer kündigte in diesem Zusammenhang einen intensiven Austausch mit NOI AG an, um auszuloten, wie der Forschungsstandort Bruneck weiterentwickelt und potenziert werden könne.

Geplant sei zudem weiter in den Bildungsstandort Bruneck zu investieren: Neben der Fachhochschule für den Bereich Hotellerie sei man sich bereits einig, die Ausbildungsangebote im Bereich der Sozialberufe weiter zu steigern. Bereits ab Herbst gebe es dazu ein duales Ausbildungsangebot, weitere Angebote seien in Planung.

lpa/stol

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