Die Reform wurde mit 138 Ja-Stimmen und 91 Gegenstimmen verabschiedet; hinzu kamen neun Enthaltungen.
Die beiden schriftlichen Maturaprüfungen bleiben jedenfalls bestehen, doch die mündliche Prüfung rückt verstärkt in den Vordergrund. Sie wird sich auf vier vom Bildungsministerium im Jänner festgelegte Fächer stützen und zudem die im Unterrichtsfach Bürgerkunde erworbenen Kompetenzen einbeziehen.
Schüler müssen sich aktiv an der mündlichen Prüfung beteiligen
Die Schüler müssen sich aktiv an der mündlichen Prüfung beteiligen. Auch das Engagement in besonders verdienstvollen außerschulischen Aktivitäten fließt in die Endnote ein.Die Zahl der Prüfungskommissare wird von sieben auf fünf reduziert; sie sollen eine spezielle Ausbildung erhalten. Auch die Verhaltensnote wird stärker gewichtet: Sie wird bei der Endbenotung berücksichtigt.
„Der Maturaprüfung wieder Ernsthaftigkeit und Wert verleihen“
Neu ist zudem, dass Schüler, die in den ersten zwei Jahren der Oberstufe den Schulzweig wechseln, keinen zusätzlichen Eignungstest mehr brauchen.„Mit der Rückkehr des Namens Matura kehrt auch die tiefe Bedeutung eines Moments zurück, der das persönliche und gesellschaftliche Wachstum unserer Jugendlichen markiert. Wir wollten einer Prüfung, die in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hatte, wieder Ernsthaftigkeit und Wert verleihen“, erklärte Bildungsstaatssekretärin Paola Frassinetti.

