Ein Weg zu mehr Erkenntnis soll über Einzelschicksale gehen. „Leider gibt es kaum noch Zeitzeugen, die über ihr Leid unter Faschismus und Nationalsozialismus berichten können. Aber es gibt Enkel und andere Nachfahren. Junge Leute sollen die Geschichten ihrer Familienangehörigen erzählen, so lebhaft und greifbar wie möglich“, so Achammer.
Als Dauerprojekt gedacht
Für die Umsetzung sollen Personen aus Kultur und Jugendarbeit sowie Historiker zusammenarbeiten. Entstehen sollen verschiedene Formate: Videos, Beiträge für Social Media, aber auch Schulprojekte. Genehmigtes Budget: 100.000 Euro. Erste Beiträge sollen bis Herbst fertig sein. Gedacht ist das Ganze als Dauerprojekt und nicht als Kampagne.Doch damit ist es nicht genug, findet Achammer und will sich auch den Geschichtsunterricht vorknöpfen: Die in der Oberstufe in Sachen Zeitgeschichte verwendeten Materialien seien sehr unterschiedlich, „und nichts Einheitliches und gut Passendes dabei“.
Das soll sich ändern und so bekommen das Zentrum für Regionalgeschichte und die pädagogische Abteilung nun die gemeinsame Aufgabe, gemeinsam Materialien speziell für Südtirol auszuarbeiten, „natürlich eingebettet in den europäischen Rahmen, aber eben mit dem Schwerpunkt Südtirol“. Entstehen soll ein Schulbuch, das mit Online-Formaten ergänzt werden soll. Auch dafür gab die Landesregierung grünes Licht.

