Ziel sei es, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, gezielt gegen Wolfsrudel vorzugehen, etwa durch selektive Bejagung. „Das schützt nicht nur die Biodiversität, sondern auch die Menschen, die Landwirtschaft und das wirtschaftliche Gleichgewicht in sensiblen Regionen“, betonte Ambrosi.
Besonders betroffen seien alpine und ländliche Gebiete wie Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch Venetien oder der Apennin, wo die unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs zu Problemen in der Weidewirtschaft und zu Unsicherheit in der Bevölkerung geführt habe.
Kritik kommt von PD und M5S, die vor einem Rückschritt im Artenschutz warnen. Ambrosi hingegen sprach von einem „überfälligen Signal an Brüssel“ und warf der Opposition „ideologisches Wunschdenken“ vor, das an den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung vorbeigehe.
Mit dem heutigen Votum will Italien in Europa mehr Handlungsfreiheit bei der Regulierung des Wolfsbestands erreichen – unter der Prämisse, dass Artenschutz und menschliche Sicherheit im Einklang stehen müssen.

