Donnerstag, 29. Januar 2026

„ICE steht im Widerspruch zu Olympia-Werten und des Rechtsstaates“

SVP-Senatorin Julia Unterberger kritisiert die geplante Präsenz der US-Behörde ICE bei den Winterspielen 2026 scharf. Sie bezeichnet die Organisation als „kriminell“ und fordert die italienische Regierung auf, den Einsatz der vermummten Beamten auf nationalem Boden zu unterbinden, um die Werte des Rechtsstaates zu schützen.

SVP-Senatorin Julia Unterberger. - Foto: © privat

In einer Aussendung erklärt Unterberger, dass „die ICE-Behörde ist de facto der bewaffnete Arm der repressiven Politik von Donald Trump in den USA. Welche Rolle diese Miliz bei der Sicherheit der US-Delegation bei den Olympischen Spielen Mailand-Cortina spielen soll, bleibt weiterhin ein Rätsel.“

Weiters betont Unterberger: „Die US- Einwanderungsbehörde ICE hat sich zu einer kriminellen Organisation entwickelt, die außerhalb der Rechtsordnung agiert und sich inakzeptabler Verbrechen schuldig gemacht hat, wie der Tötung zweier wehrloser Menschen und der Festnahme eines fünfjährigen Kindes. Ihre Mitglieder treten vermummt auf, nehmen Festnahmen auf bloßen Verdacht hin vor, dringen in Privatwohnungen ein und führen Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss durch.“

„Die Regierung als für die Sicherheit in Italien verantwortliche Instanz, sollte den Amerikanern unmissverständlich mitteilen, dass die Präsenz der ICE- Beamten nicht willkommen ist, da sie mit den Werten eines Rechtsstaates unvereinbar ist. Leider ordnet sie sich, wie gewohnt, der Trump-Administration unter und schürt damit eine Spannung, die den Erfolg der Olympischen Spiele gefährden könnte. Dies würde einen schweren Schaden für die Gebiete bedeuten, die sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten“, so Unterberger abschließend.

stol

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