Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte Israel zuvor zu solchen Gesprächen aufgerufen und sich als Gastgeber angeboten. Die libanesische Regierung habe „ihre Bereitschaft signalisiert, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen“, schrieb Macron am Samstag im Onlinedienst X. Frankreich sei bereit, solche Gespräche zu unterstützen, „indem es sie in Paris ausrichtet“.
„Verhindern, dass Libanon ins Chaos stürzt“
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sowie mit Regierungschef Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri telefoniert. „Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt“, erklärte der französische Präsident. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse sofort ihren Kurs ändern; Israel wiederum müsse seine Pläne für eine großangelegte Offensive im Libanon aufgeben und seine massiven Luftangriffe einstellen.Im Zuge des Iran-Krieges ist auch der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert Raketen auf Israel ab, Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon und droht mit einer Ausweitung des Einsatzes. Am Freitag erklärte Hisbollah-Chef Naim Qassem, die Hisbollah sei auf eine „lange Konfrontation“ mit Israel eingestellt.

