Samstag, 19. Juli 2025

Kämpfe im Süden Syriens gehen trotz Waffenruhe weiter

In Südsyrien wird auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die Übergangsregierung in Damaskus weiter gekämpft.

Auf den Straßen von Sweida regieren weiterhin die Waffen. - Foto: © APA/AFP / BAKR ALKASEM

Wie AFP-Korrespondenten am Samstag berichteten, wurden in der Provinzhauptstadt Sweida vereinzelt Raketen abgefeuert und es waren Explosionen zu hören. Über der Stadt stiegen Rauchwolken auf.

Auf den Straßen schossen Kämpfer in die Luft oder fuhren in Kleinlastern durch die Stadt. Die Stammeskämpfer waren zur Unterstützung der Beduinen in die Region gekommen.

Diese kämpfen seit Tagen gegen Angehörige der drusischen Minderheit. Den Beduinen war es so gelungen, Teile von Sweida einzunehmen. „Wir sind heute hierher gekommen und wir werden sie in ihren Häusern töten“, sagte ein maskierter Kämpfer, der sich Abu Jassem nannte. Drusische Kämpfer berichteten, die gegnerischen Milizen würden „Allahu Akbar“ rufend durch die Straßen ziehen.

Zuvor hatte das Büro von Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus eine „sofortige Waffenruhe“ für Südsyrien verkündet und alle Konfliktparteien dazu aufgerufen, diese „vollständig zu respektieren“. Sharaa beteuerte in einer Ansprache, der syrische Staat werde „alle Minderheiten und Gemeinschaften des Landes“ schützen.

apa

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