Mittwoch, 14. Januar 2026

Kaum Entlastung für pflegende Angehörige

Wer Angehörige pflegt, trägt oft eine enorme Last. Doch das neue Gesetz lindert sie kaum. So bewertet die SVP-Senatorin Julia Unterberger in einer Aussendung den gestern verabschiedeten Gesetzentwurf des Ministerrats.

Die Zugangskriterien seien derart restriktiv, dass die große Mehrheit jener Menschen ausgeschlossen werde, die Familienangehörige pflegt. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

„Der Gesetzentwurf sieht vor, dass pflegende Angehörige, die mit der betreuten Person zusammenleben, mindestens 91 Stunden pro Woche Pflege leisten und über ein Jahreseinkommen von höchstens 3.000 Euro sowie einen ISEE von maximal 15.000 Euro verfügen, einen vierteljährlichen Beitrag in Höhe von 1.200 Euro erhalten“, erklärt sie.

Auf symbolischer Ebene sei das zwar ein Fortschritt, in der Praxis sei die Wirkung jedoch begrenzt. Die Zugangskriterien seien derart restriktiv, dass die große Mehrheit jener Menschen ausgeschlossen werde, die Familienangehörige pflegt. „Dabei handelt es sich überwiegend um Frauen, die gezwungen sind, Einkommen und berufliche Perspektiven aufzugeben und später Schwierigkeiten haben, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzukehren“, meint Unterberger.

Die Senatorin hofft, dass das Gesetz im weiteren Werdegang noch verbessert wird. „Andernfalls droht es, lediglich eine verpasste Chance zu bleiben“, sagt sie.

stol

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