Selenskyj beklagte am Wochenende erneut, dass die USA ebenfalls auf einem Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass bestünden – als Voraussetzung dafür, dass er dann seine mit Nachdruck geforderten Sicherheitsgarantien für Kiew bekommt. Selenskyj hatte zuletzt wiederholt kritisiert, dass die USA diese Garantien zum Schutz vor künftigen russischen Angriffen erst geben wollten, wenn Moskau die Kontrolle über den Donbass bekomme.
Selenskyj vereinbart militärische Kooperationen im Nahen Osten
Druck könnten die USA ausüben, indem sie der Ukraine etwa keine Flugabwehrraten mehr liefern würden. Befürchtet wird in Kiew derweil, dass die USA ihren Waffen für den Krieg im Nahen Osten benutzen könnten. Selenskyj erklärte allerdings, dass die für die Ukraine bestimmten Waffen bisher nicht umgeleitet würden.
Selenskyj bereiste am Wochenende die Länder im Nahen Osten und unterzeichnete dort nach eigenen Angaben mehrere Vereinbarungen über eine militärische Zusammenarbeit. In der Region sind auch ukrainische Drohnenexperten im Einsatz, die bei der Abwehr von iranischen Drohnenangriffen helfen wollen.
Selenskyj sprach sich zudem für eine Wiederaufnahme der trilateralen Verhandlungen mit Vertretern Kiews und Moskaus unter US-Vermittlung aus. Er beklagte dabei, dass die US-Unterhändler wegen des Iran-Krieges ihr Land im Moment nicht verließen. Russland hatte sich zu neuen Gesprächen bereiterklärt.

