Werbung sei kein bloßes kommerzielles Instrument: „Sie trägt zur Bildung des kollektiven Vorstellungsvermögens bei und beeinflusst das gesellschaftliche Verhalten – insbesondere das junger Menschen – in erheblichem Maße.“
Nach jahrzehntelangem zivilgesellschaftlichem, pädagogischem und gesetzgeberischem Engagement für Respekt und Gleichstellung dürfe keine Rückkehr zu Kommunikationsformen erfolgen, die Frauen demütigen oder auf Objekte reduzieren.
Auch die Kommunikationsbranche selbst habe diese Verantwortung erkannt – durch Selbstregulierungsinstrumente wie das IAP (Istituto dell’Autodisciplina Pubblicitaria) und die Fondazione Pubblicità Progresso, die seit über fünfzig Jahren eine ethische und respektvolle Kommunikationskultur fördern.
Der Gleichstellungsaktionsplan der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol betont dies klar im Handlungsfeld 7 „Initiativen gegen Geschlechterstereotype“ mit der Forderung: Sexistische Werbung muss beseitigt werden.
Aus all diesen Gründen fordert der Landesbeirat für Chancengleichheit die Mitglieder der Landesregierung auf, sich gegenüber dem Senat mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass dieser Änderungsantrag zurückgezogen oder entschieden abgelehnt wird – und damit das konsequente Engagement der Landesinstitutionen für eine Kultur des Respekts, der Gleichstellung und der Gewaltfreiheit zu bekräftigen.

