Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.
Unterdessen stieß Teheran Warnungen gegen Europa aus. „Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren“ und als „Kriegshandlung“ angesehen werden, erklärte am Dienstag der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei offenbar mit Blick auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten Sonntagabend bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ gegen den Iran angekündigt.
Weiters wurde mitgeteilt, dass die Wahl eines neuen geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran nicht lange in Anspruch nehmen wird. Es werde nicht lange dauern, bis ein Nachfolger für den verstorbenen Ajatollah Ali Khamenei feststeht, sagte ein Mitglied des Expertenrats laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu geht nicht davon aus, dass der Krieg gegen den Iran Jahre dauern wird. Der Konflikt werde „schnell und entscheidend“ sein, sagte Netanyahu dem US-Sender Fox News. Zwar könne es einige Zeit dauern, es handle sich aber nicht um einen endlosen Krieg wie frühere Konflikte in der Region. Das israelische Militär hat sich nach eigenen Angaben auf mehrere Wochen eingestellt. Ein Einsatz von Bodentruppen im Iran sei unwahrscheinlich, teilte Oberstleutnant Nadav Schoschani mit.
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