Montag, 6. Oktober 2025

Macron will sich seiner Verantwortung stellen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will sich „seiner Verantwortung stellen“, falls die Verhandlungen über einen Ausweg aus der Regierungskrise scheitern. Dies verlautete am Montag aus dem Umfeld des Präsidenten. Kurz zuvor hatte Macron den zurückgetretenen Premierminister Sébastien Lecornu beauftragt, bis Mittwochabend „letzte Verhandlungen zu führen, um eine Grundlage für das Handeln und die Stabilität des Landes festzulegen“, wie das Präsidialamt mitteilte.

Macron beauftragte Lecornu mit Verhandlungsführung. - Foto: © APA/AFP / LUDOVIC MARIN

Dabei blieb unklar, ob damit eine neue Regierung oder eher Grundzüge eines Regierungsprogramms gemeint waren. Lecornu stimmte dem Verhandlungsauftrag zu: „Ich werde dem Staatschef am Mittwochabend sagen, ob es möglich ist oder nicht, damit er dann alle nötigen Konsequenzen ziehen kann“, schrieb er im Onlinedienst X. Lecornu hatte Montagfrüh seinen Rücktritt eingereicht - nur wenige Stunden nachdem seine Regierung vorgestellt worden war.

Unterdessen erklärte der frisch ernannte Verteidigungsminister Bruno Le Maire, dass er auf sein Regierungsamt - das er noch nicht angetreten hatte - verzichte. Le Maires Ernennung hatte Innenminister Bruno Retailleau erzürnt, der seinerseits mit Rücktritt drohte. Dies wiederum hatte Lecornu zu seinem Rücktritt bewogen.

apa

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