Mittwoch, 18. Juni 2025

Männer mit Federschmuck heißen Giorgia Meloni willkommen

Bei ihrer Ankunft in Kanada für den G7-Gipfel wurde die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihre Tochter Ginevra (beide im Bild) von Männern mit Federschmuck auf dem Kopf begrüßt.

Giorgia Meloni und ihre Tochter Ginevra zwischen zwei Männern mit Federschmuck. - Foto: © ANSA / UFFICIO STAMPA PALAZZO CHIGI/FIL

Der Grund: Der Tagungsort Kananaskis in den Rocky Mountains liegt im traditionellen Siedlungsgebiet indigener Völker. Das stellen die kanadischen Gastgeber demonstrativ heraus und betonen, die Ureinwohner hätten „seit Menschengedenken“ in der Region gelebt.
Deshalb waren bei der Landung der Staats- und Regierungschefs am Flughafen von Calgary auch Vertreter der First Nations dabei – ein Sammelbegriff für verschiedene indigene Völker.

Kananaskis liegt in der Provinz Alberta, ungefähr eine Stunde Autofahrt von Calgary entfernt in einem beliebten Erholungs- und Urlaubsgebiet mit malerischen Bergen. Einwohner gibt es dort nur sehr wenige – der Zensus von 2021 nennt eine Bevölkerung von 156 Personen. Die Gegend ist bekannt für ihre spektakuläre Naturkulisse und Wildtiere wie Bären und Pumas. Selbst auf dem Gelände des G7-Pressezentrums im Urlaubsort Banff, Luftlinie etwa 40 Kilometer nordwestlich vom Gipfelort, zeigen sich Erdmännchen und Hirsche.

Treffen 2002 noch mit Putin

Die G7-Staats- und Regierungschefs tagen in der Pomeroy Kananaskis Mountain Lodge. Dort im Hotel wurde 2002 schon einmal ein Gipfel der Staatengruppe ausgerichtet – damals hieß sie noch G8, und Russlands Präsident Wladimir Putin saß mit am Tisch. Seinem Land wurde damals die Vollmitgliedschaft zugesprochen. „Was wir damals als Chance für Frieden sahen, hat sich, wie wir alle wissen, als große Illusion erwiesen“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nun im Rückblick.

Das Gipfelhotel wurde ursprünglich anlässlich der Olympischen Winterspiele 1988 gebaut. Die Spiele wurden in Calgary ausgerichtet, es gab aber auch einige Wettkämpfe in Canmore nordwestlich von Kananaskis.

dpa