Samstag, 11. Oktober 2025

Mehr Schutz und Mitsprache nicht nur am Weltmädchentag

Um auf die Herausforderungen im Alltag vieler Mädchen aufmerksam zu machen, findet jährlich am 11. Oktober der Internationale Weltmädchentag statt. Auch in Südtirol seien viele junge Frauen von Krisen betroffen – sei es durch familiäre Belastungen, ungleiche Chancen beim Zugang zu Bildung oder durch frühe Verantwortung im Haushalt und in der Pflege, wie Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer erklärt.

Betonen nicht nur am Weltmädchentag die Relevanz von Chancengleichheit: Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer (r.) und Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller. - Foto: © Büro der Gleichstellungsrätin

„Noch immer spiegeln sich traditionelle Rollenbilder in der Arbeitswelt wider: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, übernehmen mehr Sorgearbeit und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert“, so Hofer.

Auch Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller pflichtet bei, dass Mädchen das Recht hätten, gleich wie Jungen behandelt zu werden. Höller und Hofer fordern daher mehr Mitsprache für Mädchen in Politik und Gesellschaft, den Schutz vor Diskriminierung, Gewalt und Frühverheiratung sowie den Zugang zu Bildung und Berufsorientierung. „Wenn wir Mädchen stärken, profitieren ganze Gesellschaften“, so Hofer und Höller abschließend.

Auch die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard meldet sich anlässlich des Weltmädchentags zu Wort und gibt zu bedenken, dass Benachteiligung nicht nur jene Länder betreffe, in denen Frauen offen diskriminiert werden, sondern auch in Südtirol „auf subtile, wenig offensichtliche und kaum wahrnehmbare Weise stattfindet.“

stol

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