Mittwoch, 4. Juni 2025

Meloni und Macron bekräftigen Einsatz für stärkeres Europa

Der französische Präsident Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni haben bei einem Treffen am Dienstag nach bilateralen Irritationen über den Ukraine-Krieg, den Handel und die Beziehungen zu den USA vereinbart, sich gemeinsam für ein stärkeres Europa einzusetzen. So hieß es nach den dreistündige Gesprächen am Abend in Rom. Das Treffen zielte auf eine Entspannung.

Der französische Präsident Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni haben sich am Dienstag getroffen. - Foto: © ANSA / Filippo Attili US Palazzo Chigi

Meloni und Macron für EU-Maßnahmen zur Förderung der Industrie
„Bei dem Treffen wurden große Übereinstimmungen in Bezug auf die europäische Agenda für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand deutlich, die ehrgeizig und schnell umgesetzt werden soll“, erklärten Meloni und Macron in einem gemeinsamen Kommuniqué.

Die beiden Politiker sprachen sich für europäische Maßnahmen zur Industrieförderung aus. „Dies gilt auch für Sektoren, die sich im Umbruch befinden, wie die Automobil- und Stahlindustrie, die ein starkes europäisches Engagement erfordern, sowie für fortschrittlichere Sektoren wie künstliche Intelligenz, erneuerbare Energiequellen wie die Kernenergie und die Raumfahrt“, betonten sie.

In der Erklärung unterstrichen die beiden Staats- und Regierungschefs, dass ihre „unerschütterliche und vorbehaltlose“ Unterstützung für die Ukraine notwendiger denn je sei, um ein faires und dauerhaftes Ende des Krieges zu erreichen. Sie forderten eine Aufstockung der europäischen Verteidigungskapazitäten.

Sorge um russische Präsenz in Libyen

Sowohl Italien als auch Frankreich sind indes auch besorgt, dass Russland seine Präsenz im Osten Libyens verstärken könnte, um im Mittelmeerraum Fuß zu fassen, nachdem Moskaus Verbündeter, Präsident Bashar al-Assad, im Dezember in Syrien gestürzt wurde.

„Das Treffen bot auch die Gelegenheit, andere wichtige Sicherheitsfragen für Europa anzusprechen, insbesondere im Nahen Osten und in Libyen“, hieß es in der italienisch-französischen Erklärung, ohne näher darauf einzugehen. Meloni und Macron vereinbarten, dass ein neuer bilateraler Gipfel Anfang 2026 in Frankreich stattfinden soll.

apa

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