Freitag, 3. April 2026

Messner zum Alkoholkonsum in Südtirol: „Das müssen wir sehr ernst nehmen“

Die Selbsteinschätzung der Gesundheit fällt in Südtirol sehr positiv aus, wie die Daten des Landesinstituts für Statistik Astat zur Gesundheit in Südtirol für 2024 zeigen. 81 Prozent der Erwachsenen geben an, sich in guter oder sehr guter gesundheitlicher Verfassung zu befinden. Damit liegt Südtirol deutlich über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt von 65 Prozent. Doch es gibt auch negative Seiten.

Die Südtiroler trinken (sehr) gerne Alkohol. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

54 Prozent der Volljährigen geben an, dass es ihnen gut geht, und 26 Prozent, dass es ihnen sehr gut geht (STOL hat berichtet – hier lesen Sie mehr dazu).

„Diese Zahlen zeigen, dass die Lebensqualität und die Gesundheitsversorgung im Land funktionieren. Gleichzeitig erinnern sie uns daran, wie wichtig es ist, Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Prävention bleibt deshalb weiterhin ein zentraler Schwerpunkt unserer Gesundheitspolitik“, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. „Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen Gesundheit nahe zu den Menschen bringen, die Dienste gut vernetzen und gleichzeitig verhindern, dass Krankheiten überhaupt entstehen.“

Hubert Messner - Foto: © GROPPO

„Bewegung ist eine der wirksamsten Formen der Vorsorge“

Ein wichtiger Faktor dafür ist Bewegung. Laut ASTAT treiben 42 Prozent der Erwachsenen regelmäßig Sport, weitere 16 Prozent zumindest gelegentlich. 15 Prozent der Bevölkerung bewegen sich hingegen weder sportlich noch körperlich aktiv. „Bewegung ist eine der wirksamsten Formen der Vorsorge. Deshalb investieren wir weiter in Gesundheitsförderung und Programme, die Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung motivieren“, betont der Landesrat. Nach Ostern starte dazu auch eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne, kündigt Messner an.

Daten zeigen auch, dass gesundheitliche Risiken vorhanden sind

Die Daten zeigen nämlich auch, dass gesundheitliche Risiken weiterhin vorhanden sind. So sind 31 Prozent der Erwachsenen übergewichtig und 8 Prozent fettleibig. Besonders im höheren Alter nehmen diese Werte zu. „Gerade hier müssen Prävention, Ernährungskompetenz und Bewegung noch stärker zusammenspielen. Gesundheitsförderung beginnt im Alltag und in der Gemeinde“, sagt Messner.

Problem: Alkoholkonsum

Auch beim Gesundheitsverhalten junger Menschen sieht der Landesrat Handlungsbedarf. 18 Prozent der Erwachsenen geben an, im Laufe eines Jahres zumindest einmal sehr große Mengen Alkohol auf einmal konsumiert zu haben.

In der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen betrifft dies sogar 31 Prozent. „Diese Zahlen nehmen wir sehr ernst. Wir setzen deshalb verstärkt auf Aufklärung, Prävention und Zusammenarbeit mit Schulen, Gemeinden und Vereinen“, erklärt Messner.

lpa