Donnerstag, 25. September 2025

Niedrigrentner in Südtirol bekommen mehr Geld – Die Details

In Südtirol tritt eine neue Unterstützungsleistung für Niedrigrentner in Kraft: Personen über 65 Jahre, deren Einkommen unter 1.000 Euro liegt, erhalten künftig eine monatliche Aufstockung auf diesen Betrag. Das entsprechende Abkommen wurde von Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Präsidenten des Staatlichen Fürsorgeinstituts INPS, Gabriele Fava, unterzeichnet.

In Südtirol tritt eine neue Unterstützungsleistung für Niedrigrentner in Kraft. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Ansuchen können noch bis zum 30. September eingereicht werden. Wer die Einkommens- und Vermögensnachweise (ISEE) bis zu diesem Zeitpunkt vorlegt, soll bereits im November von der neuen Leistung profitieren. „Es handelt sich nicht um eine Zusatzpension, sondern um eine Unterstützungsleistung“, betont Kompatscher.

Durch die Zusammenarbeit mit dem INPS sei eine unkomplizierte Abwicklung möglich. Nach Einschätzung des Landeshauptmanns werden die dafür vorgesehenen Mittel in der Anfangsphase voraussichtlich nicht vollständig ausgeschöpft.

„Lebenshaltungskosten und Inflation erhöhen das Risiko der Altersarmut“

Die Auszahlung erfolgt direkt über das INPS. Das Land Südtirol stellt für den Zeitraum 2025 bis 2027 jährlich 41 Millionen Euro bereit. „Mit dieser Maßnahme setzen wir ein sichtbares Zeichen für die soziale Absicherung unserer Bürger“, erklärt Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.

Das Abkommen sei mehr als eine technische Regelung, sondern die Grundlage für gezielte Hilfe: „Viele Menschen haben ihr Leben lang gearbeitet und stehen nun trotz allem finanziell unter Druck. Die hohen Lebenshaltungskosten und die Inflation erhöhen das Risiko der Altersarmut in Südtirol. Darauf reagieren wir mit einem konkreten Beitrag.“

Auch INPS-Präsident Fava unterstrich die Bedeutung des Abkommens. „Wir bewegen uns auf ein gemeinsames Ziel zu: ein Wohlfahrtsmodell, das Wachstum und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Mit konkreten Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern entwickelt werden, wollen wir das Sozialwesen stärken.“

lpa/stol

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