Begleitet wurde er von acht Wachmännern der Schweizer Garde. An der Prozession nahmen auch mehrere Dutzend Kardinäle teil. Dazu ertönte von der größten Glocke des Petersdoms das Trauergeläut.
Bis Freitagabend wird der tote Papst nun in der größten Kirche der Christenheit aufgebahrt sein. Dazu werden mehrere Zehntausend Menschen erwartet. Die ersten Gläubigen stellten sich bereits morgens an, um in den Dom zu kommen. Als der Sarg auf den Platz getragen wurde, brandete Applaus auf.
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Am Ostersonntag hatte sich Franziskus nach dem Segen Urbi et Orbi noch im Papamobil über den Platz fahren lassen. Das war das letzte Mal, dass die Öffentlichkeit ihn lebend zu sehen bekam. Dabei wirkte der gebürtige Argentinier – mit 88 Jahren der zweitälteste Papst der Geschichte – bereits sehr geschwächt. Am Morgen danach starb er.
Rom unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen
Am Samstag folgt eine große Trauerfeier mit Staatsgästen aus aller Welt und im Anschluss die Beisetzung. Die Sicherheitsvorkehrungen werden dann enorm sein. Jetzt schon ist Rom im Ausnahmezustand.Der Papst aus Argentinien wird seine letzte Ruhe nicht im Petersdom finden, sondern in der Marienkirche Santa Maria Maggiore in der Nähe des Hauptbahnhofs von Rom. So hatte er es in seinem Testament verfügt. Auf der Grabplatte soll nur sein Name in lateinischer Sprache stehen: Franciscus. Nicht einmal einen Hinweis darauf, dass er Papst war, soll es geben. Am Grab wird derzeit noch gearbeitet. Der Zugang ist mit einer Holzplatte versperrt.
Beisetzungen nun weniger pompös
Noch zu Lebzeiten hatte Franziskus angeordnet, dass Beisetzungen von Päpsten künftig weniger pompös ablaufen als bisher. Im Petersdom ist sein Leichnam nun auch – anders als etwa der emeritierte Papst Benedikt XVI. im Januar 2023 – nicht auf einem Katafalk zu sehen, also einer hohen Bahre.Franziskus liegt in einem einfachen Holzsarg. Daneben liegt auch nicht mehr der päpstliche Bischofsstab als Herrschaftssymbol. Er trägt ein rotes Gewand und eine weiße Bischofsmitra. Um die Hände ist ein Rosenkranz geschlungen.

