Leo XIV. will sich laut dem Vatikan für die Förderung von Frieden, Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit und den Dialog mit dem Islam einsetzen. Ebenso will er die Christen in Afrika bestärken. Auf dem Programm des gebürtigen US-Amerikaners stehen Besuche bei den Präsidenten der vier Länder, Treffen mit Behörden, Zivilgesellschaft und Diplomatischem Corps sowie Besuche bei kirchlichen und sozialen Einrichtungen. In allen vier Ländern feiert der Papst zudem öffentliche Gottesdienste, zumeist unter freiem Himmel.
Am Dienstag wird er die Stadt Annaba besuchen (früher: Hippo), die Wirkungsstätte des Heiligen Augustinus. Von Algerien geht es am Mittwoch weiter in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Nach der deutschen Kolonialherrschaft (1884-1916) wurde die Region zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Nach der Unabhängigkeit 1960/61 entstand ein Staat, der bis heute mit dem Erbe der Zweisprachigkeit und mit internen Konflikten zu kämpfen hat.
Mit einem Friedenstreffen im anglophonen Bamenda will Leo XIV. die Menschen in Dialog bringen. Kameruns Bischöfe hoffen darauf, dass der Besuch die Einheit des vielfältigen Landes fördert, in dessen Norden die islamistische Terrorgruppe Boko Haram immer wieder Anschläge verübt.
Am 18. April fliegt Leo XIV. dann nach Luanda in Angola im Südwesten Afrikas, wo als Erbe des Kolonialismus als Amtssprache Portugiesisch gesprochen wird. Letzte Station ist dann ab 21. April eines der kleinsten Länder Afrikas, das einen katholischen Bevölkerungsanteil von 80 Prozent hat: Äquatorialguinea mit der Hauptstadt Malabo, das seit 1979 diktatorisch regiert wird. Am 23. April kehrt Leo XIV. nach Rom zurück.
Seine erste Reise als Papst hatte Leo XIV. Ende November in die Türkei und den Libanon unternommen, im März war er für einen Tag im Fürstentum Monaco. Der 70-Jährige ist der erste US-Amerikaner im Papstamt. Das Oberhaupt der Katholiken war zuvor lange in Peru tätig und hat auch einen peruanischen Pass.
In Afrika waren in den vergangenen Jahrzehnten Päpste immer wieder zu Besuch. Am häufigsten reiste der polnische Pontifex Johannes Paul II. dorthin: insgesamt 15 Mal. Franziskus war fünf Mal in Afrika. Der Kontinent gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken - inzwischen sogar mehr als in Europa. Weltweit kommen aus Afrika inzwischen etwa ein Fünftel (20,3 Prozent) aller Katholiken.

