Eine Schlüsselrolle dürfte deshalb erneut der Partei Moderaterne um den Ex-Regierungschef und derzeitigen Außenminister Lars Løkke Rasmussen zukommen. Minderheitsregierungen sind in Dänemark normal - entscheidend ist es für eine Koalition, keine Mehrheit gegen sich zu haben. Je zwei Sitze im dänischen Parlament sind für Politiker aus Grönland und von den Färöer Inseln vorgesehen.
Frederiksen hofft, den Rückenwind aus der Grönland-Krise mit in die Wahl nehmen zu können: Mit ihrer Standhaftigkeit gegenüber den USA hatte sie die Dänen im Konflikt um die Arktisinsel überzeugt. Um sicherheitspolitische Themen ging es im Wahlkampf aber wenig - zu groß ist die Einigkeit der Parteien in vielen Bereichen. Stattdessen hatten die Spitzenpolitiker unter anderem über die konventionelle Schweinezucht und sauberes Trinkwasser gestritten.

