Freitag, 6. Februar 2026

Pflege: „Zu lange warten für zu wenig Geld“

Angesichts der unverändert langen Wartezeiten für die Pflegeeinstufung und anderer kritischer Punkte im System meldet sich nun auch das Zentrum zum Schutz der Patientenrechte zu Wort. Dort weiß man mittlerweile von Wartezeiten bis zu elf Monaten, um die Bewertung der Pflegebedürftigkeit oder die Verlängerung der Beihilfe zu erhalten.

Es gibt Wartezeiten von bis zu elf Monaten bei der Pflegeeinstufung. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Solche Wartezeiten würden nach wie vor als unvereinbar mit den oft dringenden Bedürfnissen empfunden, schreibt das Zentrum in einer Aussendung. Man habe in der Vergangenheit dem Land ein externes Team vorgeschlagen, das deren Teams bei den Bewertungen zu Hause unterstützen könnte.

„Vorschlag, der auch ein Budget und operative Modalitäten umfasste, wurde nicht weiterverfolgt“

Doch „der Vorschlag, der auch ein Budget und operative Modalitäten umfasste, wurde nicht weiterverfolgt“. Zudem wendet sich das Zentrum gegen eine Bewertung im Amt. So kritisierten Fachkräfte und Verbände u.a., dass die Bewertung an Realitätsnähe verliere, weil sich die funktionalen Fähigkeiten einer fragilen Person je nach Umgebung stark veränderten.

Eine Bewertung zu Hause ermögliche eine direkte Beobachtung der Umgebung, ein Verständnis der tatsächlichen Bedürfnisse, den Dialog mit Pflegepersonen und Angehörigen und vermeide Unterbewertungen.

„Unzureichend empfundene finanzielle Anpassungen“

Einige Berichte schilderten sogar Situationen, in denen das Pflegegeld trotz schwerer Erkrankungen und erheblicher funktionaler Einschränkungen verweigert wurde, was die Betroffenen zu langen Rekursverfahren zwang.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die „als unzureichend empfundenen finanziellen Anpassungen“: Viele Familien berichten, dass der Betrag die tatsächlichen Kosten für die Pflege nicht mehr decke.

stol

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