Montag, 24. November 2025

Regionalwahlen: Lega siegt im Norden, Linke im Süden

Die Wahlen in drei italienischen Regionen – Venetien, Kampanien und Apulien -, zu denen am Sonntag und Montag rund 13 Millionen Wählerinnen und Wähler aufgerufen waren, sind mit einem 2:1-Erfolg für die linken Oppositionskräfte zu Ende gegangen.

Alberto Stefani setzte sich in Venetien durch. - Foto: © ANSA / NIVOLA FOSSELLA

Bei den Regionalwahlen in Venetien setzte sich der Mitte-Rechts-Kandidat Alberto Stefani durch, der laut vorläufigen Ergebnissen vom Montagabend 63,1 Prozent der Stimmen erhielt.

Der 33-jährige Abgeordnete der rechten Regierungspartei Lega schlug damit den Mitte-Links-Kandidaten Giovanni Manildo, den früheren Bürgermeister von Treviso, der auf 30,1 Prozent kam. Stefani galt von Beginn an als Favorit für die Nachfolge des scheidenden Regionalpräsidenten Luca Zaia, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte.

Lega behauptete sich in Venetien gegen Fratelli d'Italia

Die Lega hatte im Wahlkampf in Venetien stark auf die große Popularität Zaias gesetzt, um ihre dominierende Rolle in der Region zu behaupten und ihre historische Verankerung zu verteidigen, die durch den Aufstieg der Rechtspartei „Fratelli d'Italia“ (FdI – Brüder Italiens) um Regierungschefin Giorgia Meloni unter Druck geraten ist. Mit 34,8 Prozent blieb die Lega deutlich vor dem Koalitionspartner Fratelli d'Italia, der auf 18 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung fiel überraschend niedrig aus: Sie sank im Vergleich zu den Regionalwahlen vor fünf Jahren um 16,5 Punkte auf 44,6 Prozent.

Im Süden jubeln Oppositionsparteien

Im Süden konnten sich hingegen die Oppositionsparteien durchsetzen. In Kampanien gewann der frühere Präsident der Abgeordnetenkammer Roberto Fico aus den Reihen der oppositionellen Fünf Sterne-Bewegung. In Apulien siegte der amtierende Bürgermeister der Hafenstadt Bari, Antonio Decaro.

Roberto Fico - Foto: © ANSA / CIRO FUSCO


Oppositionschefin Elly Schlein begrüßte die Wahlerfolge in den süditalienischen Regionen. „Die Alternative zu Melonis Mitte-rechts-Koalition existiert – und sie ist konkurrenzfähig. Die Wiederbelebung beginnt im Süden und wird uns gemeinsam zum Sieg führen. Die Parlamentswahl 2027 ist völlig offen. Wenn wir geeint sind, gewinnen wir“, sagte sie.

Antonio Decaro - Foto: © ANSA / DONATO FASANO


In den vergangenen Wochen hatten bereits Regionalwahlen im Aostatal, in den Marken, in Kalabrien und in der Toskana stattgefunden. In den Marken und in Kalabrien setzten sich die Mitte-Rechts-Kräfte durch, die die Regierung von Ministerpräsidentin Meloni seit drei Jahren tragen.

apa/stol

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