Dienstag, 21. Oktober 2025

Schluss mit Fake-Bewertungen: Senat beschließt strengere Regeln

Der Wirtschaftsverband hds begrüßt den Beschluss der 9. Kommission des italienischen Senats, entschiedene Maßnahmen gegen gefälschte und irreführende Online-Bewertungen zu ergreifen. Der Zusatz zum Gesetzesentwurf für kleine und mittlere Unternehmen („Ddl PMI“) soll mehr Transparenz und Fairness im digitalen Raum schaffen – ein Anliegen, das die Südtiroler Gastronomie seit Langem fordert.

Künftig dürfen Bewertungen nur noch von Personen veröffentlicht werden, die eine Dienstleistung tatsächlich in Anspruch genommen haben. - Foto: © shutterstock

Künftig dürfen Bewertungen nur noch von Personen veröffentlicht werden, die eine Dienstleistung tatsächlich in Anspruch genommen haben. Rezensionen, die durch einen Beleg oder eine Rechnung nachgewiesen werden, gelten dabei als „vermutlich authentisch“. Zudem müssen Bewertungen innerhalb von 30 Tagen nach der Nutzung abgegeben werden, um aktuelle Erfahrungen widerzuspiegeln.

„Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness“

„Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness und Transparenz im digitalen Raum. Endlich kommt Bewegung in die Sache“, betont Kurt Unterkofler, Präsident der Fachgruppe Gastronomie im hds. „Falsche oder manipulierte Bewertungen können erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten und das Vertrauen der Gäste untergraben. Daher begrüßen wir ausdrücklich, dass die Politik klare Regeln schafft, die ehrliche Betriebe schützen und Konsumentinnen und Konsumenten verlässliche Orientierung bieten.“

„Ausgewogene und praxisnahe Lösung“

„Die Einführung einer Nachweispflicht über die tatsächliche Nutzung einer Dienstleistung ist eine ausgewogene und praxisnahe Lösung“, ergänzt Unterkofler. „Sie stärkt den fairen Wettbewerb und sorgt dafür, dass authentische Erfahrungen mehr Gewicht erhalten – im Sinne aller seriösen Gastronomiebetriebe und der Gäste, die sich auf ehrliche Bewertungen verlassen möchten.“

Die Fachgruppe Gastronomie im hds hofft nun auf eine rasche Bestätigung des Beschlusses durch das Plenum des Senats und anschließend durch die Abgeordnetenkammer, damit die neuen Regelungen bald in Kraft treten und für mehr Rechtssicherheit sorgen.

stol

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