Sonntag, 4. Januar 2026

Selenskyj: 2000 russische Luftangriffe in der Neujahrswoche

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche zu mehr Unterstützung für sein Land aufgerufen. „Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe“, schrieb Selenskyj auf Telegram.

Selenskyj ruft zu mehr Hilfe für die Ukraine auf. - Foto: © APA/AFP / TETIANA DZHAFAROVA

Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1070 Gleitbomben, fast 1000 Drohnen und sechs Raketen eingesetzt.

Dabei erinnerte Selenskyj in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw. Dort gab es am 2. Jänner zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden.

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen äußerte Selenskyj einmal mehr die Hoffnung auf einen gerechten und dauerhaften Frieden. Die Ukraine setze auf künftige Sicherheitsgarantien der USA, Europas und der Partner in der „Koalition der Willigen“. Am Samstag waren nationale Sicherheitsberater, Vertreter der EU und der NATO in Kiew zusammengekommen, um weiter über solche Garantien zu sprechen.

Garantien für die Zukunft gefordert

Am Dienstag soll in Paris die „Koalition der Willigen“ zusammentreffen, um über Ergebnisse zu reden. Selenskyj fordert solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die die Ukraine nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen schützen sollen. Das bedeute ganz klar, dass „auf jeden Fall“ mindestens französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert sein würden, sagte Selenskyj am Samstag.

Russland, das an den Gesprächen nicht beteiligt ist, warnt immer wieder vor der Stationierung von Soldaten aus NATO-Staaten in der Ukraine. Ein Friedensabkommen ist auch nach fast vier Jahren russischen Angriffskrieges weiter nicht in Sicht.

apa

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