Zu den Unterstützerstaaten, der sogenannten Koalition der Willigen, zählen neben EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich auch Nicht-EU-Länder wie Großbritannien und Norwegen. Mehr als 30 Staaten dieser Koalition arbeiteten mit der Ukraine für die Sicherheit an Land, in der Luft und auf See, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er kündigte an, dass weitere auch bilaterale Formate folgen sollten. Selenskyj lobte außerdem ein produktives Gespräch mit der US-Seite über den wirtschaftlichen Wiederaufbau seines Landes.
Laut Trump sind auch die USA am Wochenende zu einem Treffen nach Europa eingeladen. Selenskyj soll demnach auch dabei sein. Offen ließ Trump aber, ob und wenn ja auf welcher Ebene die USA dieses Treffen wahrnehmen könnten.
Merz, Macron und Starmer rufen Trump an
Trump, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer hatten am Mittwoch telefoniert und über die Lage in der Ukraine gesprochen. Trump bestätigte im Weißen Haus zunächst das Gespräch und sagte später: „Sie möchten, dass wir am Wochenende zu einem Treffen in Europa kommen, und wir werden eine Entscheidung treffen, je nachdem, was sie uns vorlegen.“ Auf wen konkret er sich bezog, ließ er offen.Trump sagte zu dem Telefongespräch mit Merz, Macron und Starmer: „Wir haben in ziemlich deutlichen Worten über die Ukraine gesprochen.“ Dabei habe es „einige kleine Meinungsverschiedenheiten über Personen“ gegeben, erläuterte er ohne Details zu nennen. Er forderte erneut Wahlen in der Ukraine.
Die Bundesregierung hatte zuvor mitgeteilt, die vier Staats- und Regierungschefs hätten den Stand der Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine erörtert und wollten die intensive Arbeit an dem von den USA angeschobenen Friedensplan in den kommenden Tagen fortsetzen.

