Freitag, 31. Oktober 2025

Seniorenanwalt: „Ernennung nicht irgendwann, sondern sofort“

Der Südtiroler Seniorenbund schlägt Alarm: Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Landesgesetzes „Aktives Altern“ sei die darin vorgesehene Einrichtung einer Seniorenanwaltschaft noch immer nicht umgesetzt. Jetzt sei genug, heißt es.

„Die ältere Generation verdient Respekt, Schutz und eine starke Stimme.“ - Foto: © Shutterstock / shutterstock

In der jüngsten Sitzung des Seniorenbundes unter dem Vorsitz von Otto von Dellemann und mit den Vertretern von 18 Organisationen und Verbänden war das Thema Seniorenanwaltschaft erneut Hauptpunkt der Diskussion.

Otto von Dellemann - Foto: © DLife



Die Teilnehmenden forderten einstimmig die sofortige Einsetzung einer unabhängigen, eigenständigen und weisungsfreien Seniorenanwaltschaft, die sich für die Rechte, Anliegen und Bedürfnisse älterer Menschen einsetzt. „Es ist unverständlich, dass Südtirol nach zwei Jahren noch immer keine Seniorenanwältin oder keinen Seniorenanwalt hat – obwohl dies gesetzlich vorgesehen ist. Die ältere Generation darf nicht länger auf ihre Vertretung warten“, erklärte Otto von Dellemann.

„Die ältere Generation verdient Respekt, Schutz und eine starke Stimme“

Der Seniorenbund betont, dass die neue Stelle analog zur Kinder- und Jugendanwältin organisiert sein soll – mit klar definierten Zuständigkeiten und der Möglichkeit, unabhängig zu handeln. Die oder der Seniorenanwalt soll eine niederschwellige Anlaufstelle für ältere Menschen werden, die bei Konflikten mit Angehörigen, in Fragen der Betreuung und Pflege, bei Problemen in Seniorenwohnheimen oder mit Behörden unterstützt.

Mit Nachdruck fordert der Seniorenbund die Landesregierung nun auf, nicht länger zu zögern. „Die ältere Generation verdient Respekt, Schutz und eine starke Stimme. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln – nicht irgendwann, sondern sofort!“, so Dellemann.

stol

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