Der Landeshaushalt profitiere weiterhin vom Finanzabkommen mit dem Staat. 22,3 Prozent der Ausgaben entfallen auf Gesundheit, 14,8 Prozent auf Bildung, 12 Prozent auf Gemeinden und 10,8 Prozent auf soziale Rechte und Familienpolitik.
Der Entwurf stehe im Zeichen sozialer Gerechtigkeit und eines leistbaren Südtirols. Familien, Senioren sowie das Gesundheitssystem würden gezielt gestärkt, so Kompatscher: Geplant sind höhere Familienleistungen, Unterstützung für ältere Menschen mit Pensionen von 1.000 Euro sowie Investitionen in wohnortnahe Versorgung und kürzere Wartezeiten. In der Bildung stehen 110 Millionen Euro zur Erhöhung der Lehrergehälter bereit.
„Südtirol als Lebensraum stärken“
„Ein weiteres Ziel ist es, Südtirol als Lebensraum zu stärken“, so Kompatscher. Die neue Gemeindefinanzierung erhöht die Beiträge für laufende Kosten und Investitionen. Umgesetzt wurden auch Maßnahmen zur Wohnreform, etwa Erleichterungen bei Wohnbauförderung und Bausparen sowie ein zinsbegünstigtes Darlehen.Anteil der Investitionen am Gesamthaushalt liegt bei 19 Prozent
Zudem investiert das Land in Umwelt, Klimaschutz und Mobilität. 250 Millionen Euro sind für den Nahverkehr, 70 Millionen für Null-Emissionsbusse vorgesehen. Die Riggertalschleife soll Anfang 2026 wieder öffnen, die Elektrifizierung der Vinschgerbahn im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Für Umwelt und Energie stehen insgesamt rund 112,7 Millionen Euro zur Verfügung.Der Anteil der Investitionen am Gesamthaushalt liegt bei 19 Prozent. Und somit etwas höher als im Vorjahr. Damit setzt Südtirol auf Zukunftssicherung durch Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsprojekte, die Arbeitsplätze schaffen, Innovation fördern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Der Gesetzesvorschlag der Landesregierung wird nun an den Südtiroler Landtag zur Behandlung und Genehmigung weitergeleitet.

