Dienstag, 3. Februar 2026

Syriens Regierung sendet weitere Kräfte in kurdische Gebiete

Die syrische Übergangsregierung unternimmt weitere Schritte zur Eingliederung der kurdischen Institutionen in den Staatsapparat. Gemäß eines Abkommens mit den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) trafen Sicherheitskräfte des Innenministeriums heute in die bisher kurdisch verwalteten Stadt Kamishli ein, wie lokale Quellen der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.

Syrische Regierungstruppen auf dem Weg nach Kamishli. - Foto: © APA/AFP / BAKR ALKASEM

Gestern trafen Kräfte der Übergangsregierung bereits in Hassaka ein, dem bisherigen Verwaltungszentrum der kurdischen Gebiete. Ein Konvoi mit Sicherheitskräften sei am Nachmittag in Kamishli in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze eingetroffen, hieß es. Um mögliche Spannungen zu vermeiden, wurde zuvor von den SDF eine Ausgangssperre für den Tag verhängt.

Während des syrischen Bürgerkriegs haben sich die Kurden im Norden und Nordosten des Landes eine Selbstverwaltung aufgebaut. Nun sollen die kurdischen Institutionen einem Zentralstaat unterstellt werden. Ein am Freitag verkündetes Abkommen sieht einen schrittweisen Integrationsprozess zwischen den Institutionen Nord- und Ostsyriens und dem syrischen Staat vor.

Die Aufgabe der Kräfte des Innenministeriums bestehe darin, die „Integration zu unterstützen und die Koordination zwischen unseren Institutionen und dem Staat zu gewährleisten“, sagte SDF-Kommandant Maslum Abdi.

apa

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden