Sonntag, 2. November 2025

Tausende nehmen an Pride Parade in Buenos Aires teil

In Buenos Aires haben sich tausende Menschen an der jährlichen Pride Parade beteiligt. Unter dem Motto „Gegen Hass und Gewalt“: Mehr Stolz und Einheit“ zogen die Teilnehmer am Samstag von der zentralen Plaza de Mayo zum Nationalkongress.

Auch sie protestierten gegen die Politik von Präsident Milei, der beispielsweise das Frauenministerium abgeschafft und Programme zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gestrichen hat. - Foto: © APA/afp / ALEJANDRO PAGNI

An dem Demonstrationszug zur Unterstützung der LGBTQ-Gemeinschaft nahmen Familien, Aktivisten und Studenten teil. Sie wollten damit auch ein Zeichen des Protests gegen den rechtspopulistischen argentinischen Präsidenten Javier Milei setzen.



Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hat Staatschef Milei den Schutz für LGBTQ-Menschen in dem südamerikanischen Land verstärkt zurückgefahren. Unter seiner Regierung wurden unter anderem ein für Geschlechterfragen zuständiges Ministerium abgeschafft und eine nationale Antidiskriminierungsstelle aufgelöst.

Aus Sicht der Koordinatorin für Gleichstellung und Vielfalt bei Amnesty International Argentinien, Maria Paula García, gehen diese Maßnahmen einher mit einer Zunahme hasserfüllter und gewalttätiger Rhetorik – „auch von Seiten der höchsten Behörden des Landes“. Das Nationale Observatorium für Hassverbrechen gegen LGBTQ-Menschen verzeichnete in Argentinien in der ersten Jahreshälfte einen Anstieg der Fälle um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

apa

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