Sonntag, 1. Februar 2026

Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht auf Sonntag zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.

Wieder Drohnenangriff auf Dnipro (Archivbild). - Foto: © APA/AFP / MYKOLA SYNELNYKOV

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, gezielt die Logistik und Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden zu zerstören. In der vergangenen Woche habe das russische Militär mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1100 lenkbare Fliegerbomben und zwei Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb Selenskyj am Sonntag auf der Plattform X. Dies zeige, wie wichtig der Schutz des Luftraums weiterhin sei.

Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es zunächst nicht. Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren in der Früh noch rund 1000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung – nach 3500 Häusern am Vorabend.

Russland zeigt sich siegessicher

Nach Worten des stellvertretenden russischen Sicherheitsratschefs Dmitri Medwedew wird Russland den Krieg in der Ukraine „bald“ gewinnen. Er wünsche sich, dass dies so schnell wie möglich geschehe, sagte der Ex-Präsident in einem Interview mit den Nachrichtenagenturen Reuters und Tass sowie dem Kriegsblog WarGonzo. Entscheidend sei jedoch, was danach passiere: Ziel des Sieges müsse sein, neue Konflikte zu verhindern.

SpaceX-Chef Elon Musk erklärte unterdessen, die Maßnahmen gegen eine unbefugte Nutzung des Satelliten-Internets Starlink durch Russland zeigten Wirkung. „Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert“, teilte Musk am Sonntag auf der Plattform X mit. Die Ukraine hatte zuvor erklärt, gemeinsam mit dem US-Raumfahrtunternehmen daran zu arbeiten, dass Russland Starlink nicht mehr zur Steuerung von Drohnen nutzen kann.

apa

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