Mittwoch, 4. Februar 2026

Trotz sinkender Zahlen bleibt ein mulmiges Gefühl

„Da prallen zwei Welten aufeinander! Beinahe jede achte Frau im Land traut sich nachts nicht allein auf die Straße. Das hat eine Erhebung des ASTAT zum Sicherheitsempfinden der Südtirolerinnen und Südtiroler ergeben. Eine Zahl, die man sich in einer Großstadt erwarten würde, nicht aber im beschaulichen Südtirol.“ Ein Kommentar von „Dolomiten“-Ressortleiter Michael Eschgfäller.

Michael Eschgfäller: „Auch wenn die Sicherheitskräfte alles dran setzen, auch die dunkelsten Gassen sicherer zu machen, bleibt bei vielen das mulmige Gefühl.“ - Foto: © ÖA / jaidermartina

Dem beinahe konträr gegenüber stehen die Zahlen, die die Gerichtsbarkeit in ihrer Jahresbilanz vorgelegt hat. Die Raubdelikte und die Fälle sexueller Gewalt sind zahlenmäßig rückläufig.

Wer hat also Recht? Justiz und Ermittler, die jede Anzeige registrieren? Oder die Bevölkerung, die sich, besonders in Ballungszentren, nachts unsicher fühlt? Die Antwort liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Auch wenn die Sicherheitskräfte, in die die Südtiroler offensichtlich großes Vertrauen haben, alles dran setzen, auch die dunkelsten Gassen sicherer zu machen, bleibt bei vielen das mulmige Gefühl. Dieses muss in jedem Fall ernst genommen werden – auch wenn die Zahlen eine andere Sprache sprechen!

michael.eschgfaeller@athesia.it

stol

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