Der US-Botschafter bei der Europäischen Union, Andrew Puzder, hatte zuvor am Donnerstag in Brüssel gemeint, zwar habe Vance, wie auch Trump, sehr deutlich seine Unterstützung für den seit mehr als 15 Jahren im Amt befindlichen Orban kundgetan, dies sei jedoch nicht als Wahleinmischung zu verstehen.
Vance habe darauf geachtet, „keinen Druck auszuüben oder wirtschaftliche Drohungen auszusprechen oder Dinge zu tun, die Druck ausüben könnten“, sagte Puzder weiter. Der US-Vizepräsident hatte Ungarn am Dienstag besucht und war mit Orban gemeinsam bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten. Trump wurde telefonisch hinzugeschaltet und sagte wörtlich: „Ich liebe diesen Viktor.“ Vance seinerseits warf der EU-Kommission Einmischung in die ungarischen Wahlen vor. Auf die Frage, warum Washington sich so massiv für Orban engagiere, obwohl Magyar in vielen Punkten ähnliche Positionen wie die USA vertrete, sagte Puzder, Orbans Haltung in Fragen der Migration und traditioneller Werte sei viel näher an der des US-Präsidenten. „Trump ist der Ansicht, dass Orbán ein guter Verbündeter ist“, sagte der US-Botschafter.

