Mittwoch, 21. Januar 2026

Trump spricht in Davos - Europäer hoffen auf Treffen

Donald Trump betritt am Mittwoch die große Bühne des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Auf die Rede des US-Präsidenten (14.30 Uhr) blickt angesichts seiner Annexionsideen für Grönland, Zollankündigungen gegen Verbündete und Pläne für einen umstrittenen „Friedensrat“ wohl die ganze Welt. Vor seinem Aufbruch zeigte sich Trump zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden.

Donald Trump kommt nach Davos. - Foto: © APA/AFP / MANDEL NGAN

Gleichzeitig bekräftigte Trump seine bekannte Position, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen bräuchten. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die Insel in den Besitz der USA zu bringen, sagte Trump: „Das werden Sie sehen.“

Angesprochen darauf, dass die Grönländer nicht zu den USA gehören wollten, sagte Trump nun, wenn er mit ihnen spreche, würden sie sicher begeistert sein.

Davos im Zeichen der Geopolitik

Trump reist mit der größten US-Delegation an, die das WEF je gesehen hat. Zur Zentrale haben die Amerikaner eine Kirche erkoren. Durch seinen Auftritt steht das Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen dieses Jahr ganz im Zeichen der Geopolitik. Das Motto lautet „Im Geiste des Dialogs“. Und so hoffen die Europäer darauf, Trump im verwinkelten Kongresszentrum auch persönlich zur Rede stellen zu können.

Am Dienstag hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits die Chance, den Ton vorzugeben: Sie verurteilten Trumps Vorgehen mit Blick auf Grönland zwar, blieben aber vergleichsweise verhalten. Am Donnerstag kann der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Rede auf der gleichen Bühne auf den US-Präsidenten antworten.

apa

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