Dienstag, 17. März 2026

Trump über Absage von NATO-Partnern verärgert

US-Präsident Donald Trump kritisiert die NATO-Verbündeten für ihre Weigerung, sich am Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Die meisten Partner hätten ihm mitgeteilt, dass sie nicht in den Konflikt verwickelt werden wollten, teilte Trump am Dienstag auf der Plattform Truth Social mit. Dies überrasche ihn nicht, da er die Allianz schon immer als „Einbahnstraße“ betrachtet habe. Vor Journalisten stellte Trump ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht.

US-Präsident bezeichnet NATO als "Einbahnstraße". - Foto: © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA / ALEX WONG

Die USA seien zwar noch nicht bereit, ihren Militäreinsatz im Iran zu beenden, sagte Trump vor Journalisten. Der Abzug werde jedoch „in sehr naher Zukunft“ erfolgen. Nach Kriegsende würden die Spritpreise sinken.

Die Weigerung der Bündnispartner, an der Seite der USA in den Krieg gegen den Iran einzutreten, sei ein „sehr dummer Fehler“, sagte Trump. Die Haltung der Allianz sei „ziemlich schockierend“, sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington. Es sei nicht gut für die Partnerschaft, wenn Hilfe verweigert werde. Er sei enttäuscht von der NATO. Eine tolle Unterstützung habe es dagegen von Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gegeben, sagte Trump.

Trump betonte, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteidigung der NATO-Verbündeten ausgegeben. Allerdings seien die USA nicht auf Hilfe angewiesen, um die Straße von Hormuz für die Schifffahrt offenzuhalten. Die USA benötigten ihre Hilfe nicht, da sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea. Kritik äußerte Trump auch an Großbritannien. Vor dem britischen Premierminister Keir Starmer seien die Beziehungen zu London besser gewesen.

Am Sonntag hatte Trump die NATO-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge von Hormuz für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere NATO-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.

„Frankreich wird im aktuellen Kontext niemals an einer Operation zur Öffnung oder Befreiung der Straße von Hormuz teilnehmen“, bekräftigte der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag in Paris. Frankreich bemüht sich zwar um ein Geleit von Schiffen durch die für den Handel wichtige Meeresenge. Macron betonte aber erneut, dass dies erst geschehen könne, wenn die Bombardierungen weitestgehend vorbei seien und die Situation sich beruhigt habe.

Estland dagegen schloss eine militärische Beteiligung zum Schutz von Schiffen in der umkämpften Straße von Hormuz nicht kategorisch aus. Das NATO-Land sei bereit, über einen möglichen Beitrag zur US-Mission zu sprechen, sollte Washington offiziell darum bitten, sagte Außenminister Margus Tsahkna einem Rundfunkbericht zufolge.

apa

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