Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe. Allein Odessa sei mit mehr als 60 Drohnen attackiert worden. „Das hat keinerlei militärischen Sinn, es handelt sich um reinen Terror gegen das normale zivile Leben“, teilte er bei Telegram mit und veröffentlichte Fotos von den Schäden. „Jeder solcher Angriff beweist, dass Russland den Krieg nicht beenden will. Daher ist jede Lockerung des Drucks auf Russland gefährlich“, mahnte er.
Auch in Russland gab es den Behörden zufolge erneut massive ukrainische Drohnenangriffe. Im Gebiet Jaroslawl sei ein Kind in einem Haus getötet worden, teilte Gouverneur Michail Jewrajew bei Telegram mit. Die Eltern seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Auch eine Frau im benachbarten Haus sei verletzt worden.
Meldungen über ukrainische Angriffe gab es zudem aus Tschapajewsk im Gebiet Samara im Süden Russlands, wo unter anderem ein für die Raketenproduktion wichtiger Betrieb Ziel gewesen ist. Das russische Verteidigungsministerium meldete insgesamt 155 abgewehrte ukrainische Drohnenangriffe, darunter auch im Gebiet Twer, Belgorod und Kursk. Zu Einschlägen, Schäden oder Opfern machte das Ministerium wie meist in den täglichen militärischen Bulletins keine Angaben.
Russland führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das attackierte Land wehrt sich auch mit Gegenschlägen gegen Ziele in Russland gegen die Invasion.

