Die Tankstellenpächter sind es nicht, so viel habe ich gelernt. Das läuft irgendwo hintenrum, in Sphären, in denen vermutlich sogar der Diesel selbst nicht mehr genau weiß, was er eigentlich kostet.
Und dann dieser sogenannte Spritpreis-Rabatt. Schon das Wort ist eine Frechheit. Rabatt – das klingt nach Sommerschlussverkauf, nach halbierten Sockenpreisen und Restposten.
Aber was soll am höchsten Spritpreise Italiens bitte „rabattiert“ sein? Ja, ich weiß: Ohne diese „Senkung“ wäre es noch teurer. Geschenkt. Aber das erklärt mir immer noch nicht, warum wir in Bozen für Benzin und Diesel tiefer in die Tasche greifen müssen als anderswo in diesem Staat. Vielleicht, weil wir es gewohnt sind? Weil hier sowieso alles ein bisschen mehr kostet – das Leben, der Quadratmeter, und jetzt eben auch der Liter.
Und als wäre das nicht genug, höre ich neuerdings, dass Südtirol durchaus die Möglichkeit hätte, die Preise selbst ein wenig zu drücken. Hätte. Könnte. Sollte. Tut es aber nicht (hier lesen Sie mehr dazu).
Und schon wieder stehe ich da, Zapfhahn in der Hand – und verstehe es nicht.
guenther.heidegger@athesia.it
Alle Kommentare und Analysen finden Sie hier.

