1.245 Stellplätze, ein Tunnel
Der Walthertunnel gilt als zentrales Element der neuen Verkehrsarchitektur zwischen Verdiplatz, Bahnhof und Altstadt. Die 350 Meter lange Röhre führt in zwei Tiefgaragen mit insgesamt 1.245 Stellplätzen: 835 Plätze verteilt auf vier Ebenen unter dem Waltherpark und weitere rund 410 unter dem Waltherplatz. Beide Garagen sind künftig nur noch über den Tunnel erreichbar.Das neue System soll den gesamten Verkehr in Richtung Waltherpark aufnehmen – auch die Lkw, die das Einkaufszentrum, das am 16. Oktober seine Tore öffnet, mit Waren beliefern. In zwölf Metern Tiefe gibt es dafür einen Entladebereich samt Kreisverkehr für Lastwagen bis zu 16,5 Metern Länge.
Für die Oberfläche bedeutet die Eröffnung einschneidende Veränderungen: Die Südtiroler Straße wird verkehrsberuhigt, nur mehr Busse, Taxis und Anrainer dürfen dort fahren. Bahnhofsallee und Perathonerstraße werden zur Fußgängerzone. Der Verdiplatz ist bereits mit zwei neuen Kreisverkehren ausgestattet, der Bahnhofspark wird im Herbst eröffnet.
Nach bestandener Brandschutzübung gab es vergangene Woche die endgültige Betriebsgenehmigung. Der Tunnel verfügt über ein Not-Ampelsystem, zwei Fluchttreppen und einen Fluchtweg durch den Waltherpark. Gebaut hat ihn die WaltherPark AG, nun wird er offiziell an die Stadt Bozen übergeben – als Teil des öffentlichen Straßennetzes.
Bürgermeister Claudio Corrarati und sein Vize Stephan Konder kündigten an, die neue Verkehrssituation werde in den nächsten Wochen genau beobachtet – etwaige Anpassungen seien möglich.

