Freitag, 26. September 2025

Walchers Hundesteuer lässt Trump kalt

„Fratelli d'Italia forderte zur Hundesteuer eine Kuh-Steuer, um die Landwirte und somit die Klientel des Walcher Luis zu treffen. So weckt die Hundesteuer ungeahnte Emotionen.“ Ein Kommentar von Chefredakteur Elmar Pichler Rolle.

Chefredakteur Elmar Pichler Rolle: „Die Ankündigung von Luis Walcher, in Südtirol die Hundesteuer wieder einzuführen, ist ein Lehrstück moderner Kommunikation.“ - Foto: © DANIELE_FIORENTINO

Die Ankündigung von Luis Walcher, in Südtirol die Hundesteuer wieder einzuführen, ist ein Lehrstück moderner Kommunikation. Das Thema ist scheinbar einfach – man ist entweder klar dafür oder dagegen.

Die Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen. Das gefällt vor allem den Medien. Der von dieser Vehemenz überraschte Landesrat soll sogar Interview-Anfragen von RAI und BBC erhalten (und abgelehnt) haben.

An der „Frage des Tages“ auf STOL beteiligten sich 15.000 Leser. Beinahe unglaublich (hier geht es zur Abstimmung).

Der US-Präsident mag keine Hunde. Also endlich ein Thema, bei dem er sich nicht einmischt.
Elmar Pichler Rolle, Chefredakteur


Auch den Politikern gefällt es. Das Thema ist eher harmlos, also darf ausgeteilt werden. Fratelli d'Italia forderte im Gegenzug zur Hundesteuer eine Kuh-Steuer, um die Landwirte und somit die Klientel des Walcher Luis zu treffen. So weckt die Hundesteuer ungeahnte Emotionen.

Daneben verblassen für einmal komplexe Kriege, Krisen und sogar Trumps täglicher Kracher. Vielleicht liegt es ja daran! Der US-Präsident mag keine Hunde. Also endlich ein Thema, bei dem er sich nicht einmischt. Wau – das schafft Erleichterung!

elmar.pichlerrolle@athesia.it

stol