Sonntag, 15. Juni 2025

Wegen Lage in Nahost: Italien verschärft Sicherheitsvorkehrungen

Nach der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Iran hat Italien die Sicherheitsvorkehrungen zur Vorbeugung fundamentalistischer Anschläge verschärft. Befürchtet werden Anschläge radikaler Islamisten. Auch die Lage in den Flüchtlingseinrichtungen werde aus Sorge vor radikalisierten Migranten beobachtet, verlautete aus dem Innenministerium in Rom.

Iran und Israel überzogen sich gegenseitig mit Angriffen. - Foto: © ANSA / ABEDIN TAHERKENAREH

Die Präsenz von Sicherheitskräften im historischen römischen Ghetto und vor der Synagoge in Rom wurde verstärkt. Zudem werden die israelische und die iranische Botschaft in Rom streng überwacht. Auch der Schutz einzelner Personen, vor allem der führenden Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft in Italien, wurde intensiviert.

In Venedig wie auch in anderen italienischen Städten wurden die Sicherheitsmaßnahmen für israelische Ziele erhöht, etwa beim jüdischen Ghetto in der Lagunenstadt, dem ältesten in Europa. Es befindet sich auf der Insel Gheto und war Namensgeberin für die später in zahlreichen weiteren europäischen Städten errichteten abgesonderten Wohngebieten für Juden, die jahrhundertelang von der christlichen Mehrheitsbevölkerung diskriminiert und unterdrückt wurden.

Auch die Polizei in Mailand hat eine sofortige Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz sensibler Ziele angeordnet. So wurden die Kontrollen vor diplomatischen und konsularischen Vertretungen, Kultstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und Infrastrukturnetzen verstärkt, hieß es.

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